Zu früh gefreut

31. März 2008

Es schneit! In dicken Flocken, sehr dicht - schon wieder drei Zentimeter mehr Schnee, und das in gerade mal einer halben Stunde! Ist das der Frühling?!?

(Immer diese Ungeduld der Neu-Kanadier, die haben aber auch gar keine Ahnung…)


100g gemischte Sprachen, bitte…

31. März 2008

So pingelig die Provinz Quebec mit der Verwendung des Französischen sind, und ungeachtet der gerne im Radio interviewten frankophonen Sprachextremisten, der Alltag ist Zweisprachig. Wenn ich auf französisch stecken bleibe, wechselt mein Gesprächspartner meist schon von sich aus ins Englische (wie soll ich denn da französisch lernen?!?). Aber auch untereinander reden manche eine wilde Mischung. “C’est ok” würde kein Franzose sagen, aber für Kanadier ist es normal. Auch schon gehört: “Il a fait des jokes”. Und Holger hat im Restaurant einmal gesagt: “C’était très delicious”, und die Bedienung hat erst irritiert geschaut, als wir beide anfingen zu lachen. Den Rest des Beitrags lesen »


Die Sonne bringt es an den Tag

31. März 2008

Seit knapp einer Woche haben wir Tauwetter. Das heißt, es ist um die Null Grad - in der Sonne ein wenig mehr, im Schatten bisweilen etwas weniger, gefühlt oft noch viel weniger. Aber es taut! Und wenn man wie ich aus einer Region stammt, in der Schneemengen in Millimetern und nicht in Metern gemessen werden, lernt man unglaublich viel.

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Frühlingsboten?

26. März 2008

Seit es letzte Woche das erste Mal getaut hat, sind Möwen in der Stadt. Zumindest habe ich sie Anfang letzter Woche das erste Mal gesehen. War ich bis dahin blind? habe sie fälschlich für Tauben gehalten? Aber auch Holger hat sie vorher nie bemerkt. Vielleicht war es ihnen bisher zu kalt, und nun, wo es wärmer wird, kommen sie aus ihren Löchern? Den Rest des Beitrags lesen »


Quebec ist eine schöne Stadt - im Winter…

24. März 2008

Holgers Praktikant hatte uns in die Gänge gebracht: er berichtete, er wolle am Osterwochenende einen Ausflug nach Québec machen. Eigentlich eine gute Idee, hätten wir auch selbst drauf kommen können… aber vor lauter Uns-Eingewöhnen-und-Zurechtfinden war unser Blick noch nicht über die Stadtgrenze hinaus gekommen. Aber es gibt zahlreiche Buslinien, die von Montréal nach Québec fahren, und einmal die Stunde fährt auch ein Expressbus, der nur gut drei Stunden für die 250 km braucht.

(Damit das klar ist: ich rede gerade von Québec Stadt, Quebec City, Ville de Québec. Hier in Montréal leben wir natürlich auch in Québec, aber in der Provinz Québec, deren Provinzhauptstadt Québec ist. Völlig einleutend, oder?)

Also sind wir am Samstag um sechs aufgestanden und saßen pünktlich um acht in einem proppenvollen Bus, Den Rest des Beitrags lesen »


Ein guter Freitag?

24. März 2008

Auf englisch heißt Karfreitag “Good Friday”. Fast schon sarkastisch, oder nicht? Dann doch lieber “Vendredi saint”…
(Irgendwo habe ich gelesen, Good Friday käme von God’s Friday, so wie “good-bye” ursprünglich “Gott sei mit dir” bedeutete. Aber das stand auf irgend einer Internetseite - ob es stimmt? oder ist das nur Westentaschenmythologie?)


Und es wird doch noch Frühling… irgendwann

20. März 2008

Und er kommt doch! Über Ostern soll es zwar noch einmal richtig kalt werden, mit bis zu -10 °C, aber danach endlich kontinuierlich wärmer und meistens über Null. Bei www.theweathernetwork.com kann man übrigens auch das Wetter der letzten Jahre nachschauen, und da bestätigt sich, was alle Hiesigen sagen: dieser März ist ungewöhnlich. Gut, in den letzten fünf Jahren war es irgendwann Mitte März immer noch einmal richtig kalt, -10 oder -15 °C, aber Ende März normalerweise auch schon einmal +10 oder sogar +15. Da sind wir weit von entfernt…

Aber die letzten Tage winkte tatsächlich der Frühling! Den Rest des Beitrags lesen »


Schneesturmnachlese III

20. März 2008

Die Räumungsdienste haben eine Woche lang nonstop in 12-Stunden-Schichten gearbeitet, um die Straßen freizubekommen. Sie haben erst einmal bei den Durchgangsstraßen die Fahrbahn geräumt, dann nach und nach die riesigen Schneeberge am Straßenrand weggeschaufelt, erst bei den wichtigen Straßen, in den Wohngebieten nachrangig. Bei uns war es schließlich am Samstag so weit, also eine Woche nach dem Schneesturm. Den Rest des Beitrags lesen »


Sparsame Zweisprachigkeit

17. März 2008

In Quebec muss alles französisch beschriftet sein, und alles wichtige englisch und französisch. Nur französisch kommt vor, nur englisch ist verpönt, wenn nicht sogar verboten - in die Details bin ich noch nicht eingestiegen. Auf den Stopschildern steht “Arrêt”, aber wehe, ein Restaurant hat nur eine englische Speisekarte…

Das stellt die Layouter vor Herausforderungen. Den Rest des Beitrags lesen »


Der Umweg lohnt

15. März 2008

Nicht weit von unserem tollen französischen Bäcker ist das “Bistro Détour”, was “Umweg” oder auch “Abweg” bedeutet. Ein bisschen irreführend, denn erstens ist es nicht abwegig, sich dorthin zu verirren, und zweitens ist das Essen dort mehr als Bistrofutter, sondern steht in bester französischer Kochtradition. Den Rest des Beitrags lesen »